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PETZL LEGEND TOUR SIZILIEN

3 April 2025

Hallen-und Felsklettern

Die sogenannten "unsichtbaren Berge" mit ihrem rötlichen Fels und die zeitlosen Mauern Palermos bilden die Kulisse für die Petzl Legend Tour Sizilien. Hier befinden sich die ersten Sportklettergebiete der Insel, eingebettet von atemberaubenden Sonnenuntergängen und einem weiten Horizont. Die Petzl Legend Tour geht auf Sizilien an Land, nicht nur um den Geburtsort des Sportkletterns zu besuchen, sondern auch um in die Geschichte, die Traditionen und die Musik einer einzigartigen Region einzutauchen.

Auf Sizilien begann das Sportklettern in Palermo. Dort wurde der Sport maßgeblich durch Roby Manfrè geprägt, dem „Vater“ von über 300 Routen, die er auf der ganzen Insel eröffnet hat, und dem „Vater“ von mehr als einer Generation sizilianischer Kletterinnen und Kletterer. San Vito Lo Capo hingegen ist das Gebiet, das den meisten Kletternden aus aller Welt am bekanntesten ist: Die Kombination aus Fels, Sonne und Meer sorgen für einen perfekten Klettertrip. Die Petzl Legend Tour macht auf Sizilien Halt, nicht nur um die großen Wände rund um Palermo zu erkunden, sondern auch um die „unsichtbaren“ Wände der Gegend um Syrakus wiederzuentdecken. Dort ist das Klettern eng mit der Kultur, der Musik und den Traditionen der kleinen und ursprünglichen Orte verbunden.

 

Cavadonna, Cugno Lupo und Cava Giorgia. Entdecke mit uns die Berge von Iblei, Canicattini Bagni, die Stadt der Jazzmusik und die unvergessliche Insel Ortigia.

Die Monti Iblei-Hochebene im Südosten Siziliens beherbergt ein historisches und landschaftliches Erbe von unschätzbarem Wert, nämlich die „umgekehrten Berge“. Diese Berge sieht man nicht, in dem man in den Himmel schaut - man muss in die Schluchten hinabsteigen, die diese Hochebene durchziehen, und die von zahlreichen Steinbrüchen charakterisiert wird. Hier taucht man in eine endlos erscheinende grüne Weite ein, es finden sich nur vereinzelte Häuser, die von ursprünglicher und alter Vegetation umrahmt werden. Auch die Zustige sind besonders: Man muss weit in die Schluchten hinabsteigen, um anschließend sonnenüberflutete Höhlen mit perfektem Sinterlinien oder graue Platten mit Löchern oder Tropflöchern vorzufinden.

Bei einem Flug über die Gemeinde Cavadonna (eine der größten Schluchten der Canicattini Bagni-Region) sah Kletterlegende Massimo Cappuccio zum ersten Mal die Gegend, die sich später zum beliebtesten Klettergebiet Ostsiziliens entwickeln sollte. Dank der Arbeit von Massimo, Giorgio Lurato, Peppe Gallo, Massimo Flaccavento und vor allem des österreichischem Wahlsizilianers Christian Leube entstand ein wahres Kletterparadies, das es heute wieder zu entdecken gilt. Christians fachmännischer Blick fiel damals sofort auf den größten Überhang der Schlucht: Hier finden sich wunderschöne Kletterrouten in himmlisch ruhiger Umgebung: klettern im Einklang mit der Natur. Christian wuchs in den Hochburgen des amerikanischen Kletterns auf und brachte seine Klettererfahrung auch in anderen Gebieten der Canicattini Bagni ein. Dabei entdeckte er das Potenzial eines weiteren Canyons: Der Cugno Lupo bietet noch viele Möglichkeiten.

Ein Großteil der Entwicklung des Kletterns auf dieser Insel verdanken wir der Motivation und des Talents des Bobo Extreme Teams, zu dem Christian, Dario Di Gabriele und viele weitere starke Kletterinnen und Kletterer gehören.  Dario zeigt uns die Schönheit der Cava Giorgia und jede Menge traumhafte Routen. Außerdem begleitet uns der freundliche und entschlossene Blick einer achtzehnjährigen Sizilianerin, die seit ihrer Kindheit klettert: Giulia Bernardini. Ein Platz im italienischen Jugendteam ist ihr sicher. Verschiedene Museen wie das Museum der Zeit, der Sinne, der Stoffe, der Migranten und der Volksmedizin zeigen uns, wie das Klettern in Canicattini Bagni von einer tausendjährigen Kultur und Tradition durchdrungen ist.  Dazwischen lauschen wir den Tönen einer Jam-Session des Amato Jazz Trios. Diese Familie ist ein Aushängeschild des italienischen Jazz und stammt aus Canicattini Bagni.

Zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: Palermo und der Monte Pellegrino.

"Palermo ist die Stadt, in der der sizilianische Klettersport seine ersten Schritte machte, zunächst zaghaft, dann immer entschlossener, um eine noch unbekannte, aber vielversprechende Welt zu erschließen", schreibt Giuseppe Maurici, der viel mit Roby Manfrè geklettert ist. Roby Manfrè war der unbestrittene Mittelpunkt des Kletterns. Ihm folgten viele Generationen von Kletternden, die den Klettersport auf Sizilien und die Entwicklung des Monte Pellegrino und des Reservats von Capo Gallo mitgestalteten. Auch die Kletternden, die vom Festland hierherkamen, wurden schnell von den atemberaubenden Wänden über dem Meer in ihren Bann gezogen. Die Erzählungen von Alessandro Gogna bildeten die ideale Grundlage für unsere Reise nach Palermo. Diese sind im ersten Reiseführer des Südens „Mezzogiorno di Pietra“ und später im Buch „La pietra dei dream“ enthalten.

Die Reise endet mit einer einzigartigen Staffelübergabe zwischen zwei Athleten des italienischen Petzl Teams: Rolando Larcher kletterte zusammen mit Luca Giupponi, Maurizio Oviglia und Nicola Sartori "Pompa Funebre" (150 m, max. 8b, 7a+ obligatorisch), eine beeindruckende Linie in der Parete dei Rotoli des Monte Pellegrino. Außerdem wiederholte Alessandro Larcher die von seinem Vater eröffnete Route mit Federica Mingolla. Federica wiederum hatte in der letzten Episoden der Petzl Legend Tour das Vergnügen, einige der von Rolando Larcher eröffneten Kult-Routen der Pietra del Sud zu klettern.

Felsen, Sonne und Sonnenuntergänge am Meer. Klettern und glücklich sein.

"Nach einem Klettertag auf Capo Zafferano mit Roby, Chiara und Isabella waren wir im Meer baden. Wir blieben bis zum Sonnenuntergang: Der Moment wie die Sonne langsam im Meer versank, während wir oben auf dem Felsen saßen, war magisch. Dafür klettern wir: Um glücklich zu sein". Diese Worte schrieb Luigi Cutietta, eine weiteren Schlüsselfigur des sizilianischen Klettersports, in Erinnerung an einen der vielen mit Roby Manfrè in der Vertikalen verbrachten Momente. Sie vermitteln ein Gefühl der Einzigartigkeit des Kletterns auf dieser Insel, die weder Wort und noch Bild wiedergeben können.

Der Schönheit dieser Orte kann man sich nicht entziehen. Gleichzeitig lebt der Geist von Roby Manfrè in neuen Generationen leidenschaftlicher Kletterinnen und Kletterer weiter.

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